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Uferentfesselung am Rhader Bach

Südwestlich des Dorstener Stadtteils Rhade durchfließt der Rhader Bach das von weiten und feuchten Grünländereien geprägte Naturschutzgebiet der Rhader Wiesen. Wie fast alle Fließgewässer dieser Region wurde auch der Rhader Bach bis in der 1970er Jahre hinein immer wieder ausgebaut. Er wurde begradigt und seine Ufer mit verschiedenen Materialien gesichert. Zur weiteren positiven Entwicklung des Naturschutzgebietes der Rhader Wiesen und zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an diesem Gewässer fasste die Umweltbehörde des Kreises Recklinghausen die Entscheidung zur Uferentfesselung auf einer Länge von fast 900 m. Im Jahre 2015 wurde mit den konkreten Planungen begonnen und schon im darauf folgenden Jahr starteten die Bauarbeiten am Gewässer. Begonnen wurde mit der Entfernung des vorhandenen Uferverbaus aus einem Mix aus Wasserbausteinen, Bauschutt und Holzmaterial. Bei Fließkilometer 12,20 wurde zudem ein altes Stauwehr restlos zurückgebaut. Gleiches gilt für zwei Betonbauwerke im Uferbereich und insgesamt vier Viehtränken, die weit in den Bach hineinreichten. Letztere wurden durch vier Selbsttränken ersetzt, die über eine eigene Bohrung mit Grundwasser versorgt werden. Um eine selbstständige Entwicklung des Gewässers zu initiieren wurden an zehn Stellen Strömungslenker aus Totholz ins Gewässer eingebracht. Diese sollen die Strömung auf die Ufer leiten und zu gewollten Uferabbrüchen und tief ausgespülten Kolken führen. Damit soll die bisher recht eintönig ausgeprägte Sohle mit neuen vielfältigen Strukturen ausgestattet werden. Die umgebenden Flächen befinden sich im Besitz des Landes bzw. des Kreises und stehen zur weiteren lateralen Entwicklung des Gewässers zur Verfügung. Ende 2016 waren alle geplanten Arbeiten abgeschlossen.

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Ansprechpartner: Götz Fischer | Tel. 02361 / 5360-25 | goetz.fischer@kreis-re