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Weierbach: Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit und Teichrückbau

Am Einlauf  des Teiches befand sich ein Sandfang, der über ein Absturzbauwerk das Wasser des Baches in den Teich überführte und so die Durchgängigkeit störte. Außerdem existierte ein Notüberlauf eines Regenüberlaufbeckens, der bei Starkregenereignissen direkt in den Teich entlastete. Neue rechtliche Vorgaben der Wasserwirtschaft und der WRRL erforderten hier bauliche Maßnahmen am Weierbach. Das „Konzept zur naturnahem Entwicklung“ macht konkrete Angaben zu möglichen Maßnahmen: Rückbau des Teiches und Schaffung eines naturnahen, mäandrierenden Gewässerabschnitts sowie die Wiederherstellung der Durchgängigkeit durch den Umbau des Drosselbauwerkes am Teichablauf und Entfernung des Absturzes am Teicheinlauf.. Die Stadt Marl beauftragte ein Umweltplanungsbüro mit der Planung der Maßnahmen, so dass Juni 2010 mit dem Umbau begonnen werden konnte. Nach Abschluss der Bauarbeiten präsentiert sich der Bach in einem völlig neuem Gewand. Der Sandfang und das Absturzbauwerk wurden komplett entfernt und durch eine Sohlgleite ersetzt. Der ehemalige, durch Folie versiegelte, Teichboden wurde in eine Aue umgewandelt, die der Bach mit einem geschwungenen, mäandrierenden Verlauf durchfließt. Das alte Entlastungsbauwerk des Regenüberlaufbeckens mündet nun in ein Tosbecken, welches über einen Nebenstrang an den Weichbach angeschlossen ist. Punktuell wurden außerdem Erlengehölze gepflanzt, um eine rasche Besiedlung durch eine auentypische Vegetation zu initiieren. Diese Maßnahme ist ein gutes Beispiel, wie Belange der Siedlungswasserwirtschaft und der ökologischen Entwicklung von Fließgewässern kombiniert werden können.

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Ansprechpartner: Frank Möller | Tel. 02365 / 996620 | Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.