Ökologische Verbesserung der Hunnebecke

Die Hunnebecke entspringt nördlich von Nienberge und mündet südlich der Bauernschaft Schonebeck in den Krummen Bach, der wiederum unweit des Zusammenflusses in die Münstersche Aa mündet. Die Hunnebecke ist derzeit als ein deutlich beeinträchtigtes Flachlandgewässer mit unzureichender ökologischer Durchgängigkeit zu bewerten. Die in den 1970er Jahren durchgeführten Maßnahmen zur Wasserführung sowie die Landwirtschaft prägen den vorherrschenden, geradlinigen und befestigten Verlauf des Hunnebecke. Der heutige Durchlass NN 1200/1400 unter de B 54 bildet z.Zt. eine Totalsperre mit Blick auf die ökologische Durchgängigkeit. Am 28. Juli 2014 ging ein Starkregenereignis mit rd. 290 mm Regen in 6 Stunden über Münster nieder. Vor allem in Nordwesten des Stadtgebietes kam es zu extremen Überflutungen. In Münster-Nienberge trat die Hunnebecke über die Ufer und überflutete Teile der Siedlung am Waltruper Weg. Die gravierenden Vernässungsschäden an privaten und öffentlichen Grundstücken und Gebäuden veranlassten die Stadt Münster zur Planung und Umsetzung folgender Entwicklungsziele: Herstellung einer verbesserten ökologischen Durchgängigkeit zwischen Ober- und Unterlauf am Durchlass B54, Reduzierung der Abflussspitzen für ungedrosselte Einleitungen aus der Stadtentwässerung (Verminderung des hydraulischen Stresses durch die Reduzierung der Fließgeschwindigkeit und Sohlschubspannung im Gewässer), gewässerökologische Aufwertung (Initialisierung einer Naturstrecke durch Böschungs- und Vorlandabsenkung zur Verbesserung der Mäandrier- und Ausuferungshäufigkeit des Gewässer), betriebliche Verbesserung durch Möglichkeit zum Verzicht auf Schutzgitter, höhere Sicherheit gegen Verstopfungen und Sicherstellung des ungehinderten Abflusses. Die Hunnebecke wird im Bereich der Sekundäraue auf einer Strecke von 200 m aus ihrem heutigen Gewässerbett gehoben und in geschwungenem Verlauf durch diese geführt. Entfesselt und somit für die Eigendynamik vorbereitet werden sich Gleit- und Prallhänge ausbilden. Totholzelemente reichern die Sohl- und Uferstrukturen bei gleichzeitiger Sicherung an. Die bisher rechtwinkelige Einmündung eines Nebengewässers in die Hunnbecke wir in einem Bogen in Fließrichtung sowohl hydraulische als auch ökologisch verbessert geführt. Zukünftig liegt das Nebengewässer in Bereich der Sekundäraue mit einer aufgeweiteten Gewässersohle und Niedrigwasserrinne. Die Maßnahme wurde zwischen Ende Oktober und Ende November 2019 durchgeführt.

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Ansprechpartner: Berthold Reloe | Tel. 0251 / 492 69 30 | Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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