Münstersche Aa - Ökologische Verbesserung und Hochwasserschutz

Die Stadt Münster hat im Mai 2018 damit begonnen, die Münstersche Aa (Wasserlauf-Nr. 332) entlang der Kanalstraße zwischen Brücke Lublinring und Brücke Nevinghoff auf einer Strecke von ca. 1.300 m ökologisch zu verbessern. Dieser Abschnitt ist als Gewässertyp 14 "sandgepräger Tieflandbach" klassifiziert und als stark verändertes Gewässer (HMBW) ausgewiesen. Demnach ist das Entwicklungsziel aus wasserwirtschaftlicher Sicht das "gute ökologische Potenzial". Die Defizite werden vornehmlich im ökologischen Zustand und im ökologischen Potenzial gesehen, hier hervorzuheben die allgemeine Degradation und Makrophyten. Der Fischbestand ist als "mäßig" bewertet. Im Jahre 1996 wurde eine erste Renaturierung des Gewässers durchgeführt. Ziel war es seinerzeit, das ehemals betonierte Flussbett durch eine natürliche Sedimentsohle zu ersetzen. Mittlerweile sind die Anforderungen an einen "guten ökologischen Zustand" deutlich gestiegen. Die Münstersche Aa ist in diesem Bereich immer noch zu geradlinig, Auestrukturen sind nur rudimentär vorhanden und es mangelt an Strukturelemente im Gewässer. Auch wenn das Gewässerprofil nicht mehr massiv technisch gesichert ist, finden durch den Uferbewuchs aus Röhricht und Buschwerk keine nennenswerten lateralen Verlagerungen statt. Aufgrund der fehlenden Lauflänge hat sich das Gewässer eingetieft. Das beidseitige Umfeld weist bis zu 30 m nur eine kurz gehaltenen Grasnarbe auf. Im Zusammenhang mit der bereits durchgeführten Hochwasserschutzmaßnahme entlang der Kanalstraße soll der verloren gegangene Retentionsraum durch die Umsetzung gewässerökologischer Verbesserungen (Ersatzauen, Neutrassierung) ausgeglichen werden. Dadurch werden Synergieeffekte optimal genutzt. Die Kernmaßnahmen sind: Erhalt und Entwicklung von Auenstrukturen, Anlage einer Sekundäraue, Neutrassierung des Gewässerlaufes, Entwicklung von Sekundärbiotopen, Entwicklung eines Uferrandstreifens sowie Erhalt/Entwicklung von lebensraumtypischer Vegetation. Der Entwicklungskorridor zwischen den Böschungsoberkanten beträgt 30 -35 m. Bereits im Vorfeld wurde die alte Fuß- und Radwegebrücke Wibbeltstraße durch eine neue Brücke ersetzt. Durch die deutlich vergrößerte Spannweite wurde der Abflussquerschnitt beträchtlich erhöht. Der Arbeiten wurden im Oktober 2018 abgeschlossen.

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