Ökologische Verbesserung des Igelbach im Bereich Golfplatz

Die Stadt Münster hat in Kooperation mit dem Golfclub Wilkinghege im April 2018 damit begonnen, den Igelbach (Wasserlauf-Nr. 33284) im Bereich des Golfplatzes östlich der Steinfurter Straße bis zur Gasselstiege auf eine Länge von ca. 1.100 m ökologisch zu verbessern und neu zu trassieren. Initial ist die Planung des Golfclubs zur Umgestaltung des Platzes, an dessen Grenzen das Gewässer sowohl unattraktiv als auch ökologisch von geringer Wertigkeit verläuft. Das Gewässer ist anthropogen überprägt als HMWB (= stark verändert) einzustufen. Das Entwicklungsziel aus wasserwirtschaftlicher Sicht ist somit das "gute ökologische Potenzial". Das Leitbild für den Maßnahmenbereich ist das "Kiesgeprägte Fließgewässer der Flussterrassen, Verwitterungsgebiete und Moränen" nach dem LUA Merkblatt 17. Dies entspricht am ehesten dem Typ 16 "kiesgeprägte Tieflandbäche" gemäß den hydromorphologischen Steckbriefen der Fließgewässertypen. Der Igelbach weist im Bereich des Golfplatzes alle Charakteristika eines Entwässerungsgrabens auf. Dies ist in erster Linie auf das kleine Einzugsgebiet mit den daraus resultierenden (natürlichen) Kleinstabflüssen in Verbindung mit der restrektiven Nutzung der Fläche zurückzuführen. Der Zustand ist aus gewässerökologischer Sicht überwiegend schlecht. Eigendynamische Entwicklung ist nicht einmal in der Sohle möglich. Das Gewässer ist konsequent begradigt. Das Trapez-/Dreieckprofil ist sehr schmal. Abschnittsweise zeigt sich eine deutliche Tiefeerosion, was auf den großen Einfluss der Niederschlagswasser- und Dränageeinleitungen zurückzuführen ist. Eine Ausnahme bildet der mittlere Abschnitt entlang des nördlichen Waldgeländes. Positiv zu erwähnen ist der größtenteils vorhandene, teils wertvolle, zumeist einreihige Gehölzsaum. Der neue Gewässerverlauf unterliegt zwar immer noch einigen Restriktionen, kann aber auf einem überwiegendem Teil naturnah entwickelt werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Schaffung von Sohlstrukturen, die eine Besiedlung für aquatische Organismen ermöglichen und die Schaffung eines schmalen Entwicklungskorridors, der eigendynamische Entwicklungen zulässt. Abschittsweise sind Gewässeraufweitungen und die Schaffung von Sekundärauen und Flachwasserbereichen möglich. Die Maßnahme ist integriert in die Gesamtkonzeption zur Verbesserung des Hochwasserschutzes im Ortsteil Kinderhaus, welcher bei dem katastrophalen Niederschlagsereignis im Juli 2014 von erheblichen Überschwemmungen betroffen war. Durch die Maßnahme werden Synergieeffekte optimal genutzt. Die Arbeiten wurden im November 2018 abgeschlossen.

Hinweis: Durch Klick auf das Vorschaubild vergrößert sich das jeweilige Foto.

Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar
Kommentar

Ansprechpartner: Berthold Reloe | Tel. 0251 / 492 69 30 | Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Pläne zum Download : Lageplan 1 | Lageplan 2 | Lageplan 3 | Lageplan 4